Von Freunden und Tieren,  Herbstäpfeln und Big Apple – und von Zugvögeln

Herbstblätter, wohin man sieht, kopfschüttelnde Pferde (für coole Foto-Frisuren) – und alte Störche, die im Rheintal  bleiben über den Winter.

Süsse Äpfelchen am bereits beinahe blätterlosen Baum

Charlie aus Wallisellen, Hugo aus Augwil. Beide regieren ihr jeweiliges Revier souverän.

Meine ehemalige Arbeitskollegin Kristin traf ich im ‘Garden Snacks’ in Kloten, einem tamilisch-indischen Gartenrestaurant, versteckt zwischen den Häusern. Wir hatten Glück und gutes Wetter, und der Reis mit Gemüse und Poulet schmeckte hervorragend. Schön war’s !

Köstlich bekocht wurde ich auch bei Dani in Winkel, und bei Anny genoss ich das seit Jahren erste Käsefondue kurz vor der Abreise.

Bei Andy und Urs ass ich ebenfalls oft und fein und immer wieder sehr gerne ! Was für ein Verwöhnprogramm !

Vreni und Werni hatte ich einst in Nairobi kennengelernt. Bei ihnen in Vitznau genoss ich die Gesellschaft, Kaffee und Kuchen – und die immer wieder herrliche Aussicht auf den Vierwaldstättersee.

Freunde Barbara und Hans (rechts) und ehemalige Nachbarn der Freunde – ein zufälliges, fröhliches Plaudertreffen in Augwil.

Richtig gut gegessen haben wir auch im Schlossgarten des edlen Schloss Wülflingen: meine Tochter Lisa, ihr Freund Alain und ich. Was für ein lustiger, lustvoller Nachmittag !  

Nun war es an der Zeit für unsere Reise zum Big Apple vom 3. bis 7. Oktober.  
Wir vier Geschwister – Peter (77), Elisabeth (74), ich (73) und Andi (71) hatten nämlich beschlossen, unseren jüngsten Bruder Henry (68) in New York zu besuchen, solange wir noch fliegen mögen. Henry lebt dort seit über 40 Jahren, und da wir alle nicht jünger werden…

Abendstimmung über dem Hudson River.
Geschafft nach 8.5 Stunden Flug ! Unser Hotel W am Times Square bot begeisternde Weitsichten aus dem 48. Stock
(die Rezeptionistin wusste übrigens auch nicht, wofür das ‘W’ im W Hotel steht).

Wir waren nun öfter zu Fuss unterwegs für Plauderstunden bei Henry, zum Frühstücks-Café oder zu einem Restaurant, und wir liessen uns vom Trubel, von mehrstöckigen Reklamefilmen auf den Hauswänden und dem unglaublichen Verkehr unterhalten, beeindrucken und verwirren.

Pâtisserie können die Amerikaner. Und wie !
Gut, das Talent dafür wurde wohl einst von europäischen Einwanderern mitgebracht, aber köstlich sind die Dinger auf jeden Fall !

Online-pic: Columbus Circle, mit – nicht sehr überraschend – einer Kolumbus-Statue in der Mitte

Statuen des verehrten Entdecker Amerikas (1492) galten bisher als DAS Symbol Amerikas !
Diese aus Marmor ist dekoriert mit seinen Schiffen Santa Maria, Niña und Pinta in Bronze.

Finanziert und erbaut wurde das Denkmal Anfang des 20. Jahrhunderts von italienischen Immigranten, die sich oft diskriminiert sahen in der Neuen Welt und Kolumbus zum Symbol für italienisch-amerikanischen Stolz machten.
(Wenn man bedenkt, dass Kolumbus Zeit seines Lebens glaubte, er sei in Indien gelandet, kommt unversehens etwas Ironie auf..) 

Gelitten hat Kolumbus Verehrung, weil seine Entdeckung schliesslich zur Ausbeutung und dem Völkermord an der indigenen Bevölkerung beitrug.

Ich war bereit einzuwenden, dass er doch nicht persönlich dafür verantwortlich gemacht werden könne, habe dann aber gelesen,  dass Kolumbus auf einer seiner Rückreisen nach Europa 500 Sklaven an Bord hatte, welche er seinen Sponsoren versprochen hatte. Dass über die Hälfte von ihnen unterwegs starben, dürfte an der unmenschlichen Unterbringung auf den Schiffen gelegen haben. Sein schwindender Heldenglanz in Amerika kommt wohl doch nicht von ungefähr.

Wir aber tauchten ein in das pulsierende Leben des Times Square.
Es ist dort immer unglaublich lebhaft, interessant, hell, hektisch und laut. Auch die ganze Nacht hindurch..

Schon deshalb trafen wir uns gerne in der herrlich ruhigen ‘Living Room’ Bar im Hotel für einen Apéro oder einem Gute-Nacht-Drink. Sehr gemütlich !
Ach ja: Peter erhielt mehrere Komplimente von amerikanischen Männern für seine knallroten Jeans ! Und später für seine karierten Hosen. Damit hat er offensichtlich den lokalen Geschmack sauber getroffen. Süss ! 😊

Beim Spaziergang im Central Park trafen wir auf Zeichenstiftkünstler..

..und Musikanten (sogar die Statuen waren begeistert),..

..auf ziemlich freche Eichhörnchen..

..und auf berittene Hüter von Recht und Ordnung.

Der ‘Schnabel’ am höchsten Gebäude hier heisst ‘The Edge’ und ist eine Plattform im 100. Stock in der Hudson Yard.
Dort hinauf hat uns Henry einen Ausflug organisiert.
Die Werbung prahlt damit, dass dies die höchste Aussichtsplattform der westlichen Hemisphäre sei ! Na dann !

Die Hudson Yard ist eine Art Brücke, die über 30 aktive Zugschienen hinweg gebaut wurde, und darauf entsteht gerade ein ganz neues Stadtrevier.
Oben zum Beispiel der ‘Vessel’, ein Wahrzeichen und Aussichtsturm. Man kann ihn zu Fuss erklimmen über 154 kunstvoll arrangierte Treppen.

Wir haben stattdessen den Nachbar des Vessels besucht: The Edge !
Der Weg auf die Plattform hinaus führt durch eine visuelle Vergnügungs-Landschaft im 100. Stock.  

Aber dann ! Geschafft ! Wow ! Was für eine fantastische 360°-Sicht über New York City !

Nach den sensationellen Aussichten von hier oben gab es dann noch die Fotos zu kaufen, welche vor wechselnden Leinwand-Hintergründen gemacht worden waren. 

Rückblickend stellen wir alle fest: Peters Idee, Zeit mit den Geschwistern zu verbringen, war genau richtig.
Wir haben viel gelacht, geplaudert und in Erinnerungen an unsere gemeinsame Kindheit geschwelgt.   
Es war richtig schön – und unsere Reise nach New York ein voller Erfolg !

Unser Heimflug am 6. Oktober startete abends in New York JFK. Dieses Mal flogen wir lange durch die Nacht, und bei den vielen schnarchenden Passagieren rundherum war es tröstlich, dass die Triebwerke lauter waren als die Schläfer.. 😊
Wieder daheim ! Ende gut, alles gut !

14.10.2026 Nach ein paar Tagen in Balgach und Augwil landete ich für nochmals ein paar Nächte bei Anny in Wallisellen.
Gestern Nachmittag füllte sich der Kran auf der Baustelle gegenüber urplötzlich mit einem grossen Schwarm Staren.

Dicht an dicht sassen die Vögel auf den Eisenstreben und unterhielten sich friedlich, bis urplötzlich der ganze Schwarm aufbrach.

Nun liegen die ersten kalten Herbstnebel über den Wiesen, und der Tau hält sich bis in den Nachmittag.
Ja, es wird wirklich Zeit für den Aufbruch der Zugvögel Richtung Süden.
Dann wollen wir mal !
😊 Morgen !

Ein Gedanke zu “Von Freunden und Tieren,  Herbstäpfeln und Big Apple – und von Zugvögeln”

Kommentar verfassen