
Diese Einstellung entspricht momentan ganz meiner eigenen !
Wobei: ERLEBT habe ich einiges, einfach eher als Zuschauerin denn als Mitmacherin… 😊
Zum Bespiel den Coast to Coast Walk in St. Bees, Fischen am Weiher in Milnthorpe oder das Bezwingen einer Felswand in Dwygyfylchi…

Seacote Park, St. Bees, England/Cumbria

21. Juni 2026. Ich kam am Sonntag an und staunte über die Menschenmenge am Strand und beim Picknicken auf den Wiesen oberhalb.

Gegen Abend wurde es ruhig,,


..und ich genoss den Blick aufs Meer von meinem Standplatz ganz vorne.

Von hier aus sieht man The Isle of Man gut links im Hintergrund.

Am nächsten Morgen kamen immer wieder Wanderer mit Rucksäcken zum Strand, und ich sah mir die Tafel nebenan genauer an, nachdem ich sie gestern nur überflogen hatte (wie wir mässig interessierten Touristen das gerne machen).

‘Erfunden’ hat diese Wanderung ein Alfred Wainwright. Er schrieb 1971 ein Buch über die Strecke St Bees – Robin Hood Bay und wollte damit andere animieren, eigene Strecken zu erwandern und zu publizieren.
Stattdessen ist die Sammlung sämtlicher Auflagen seines Buches zum Kult geworden und wird teuer gehandelt.

Der Start zum gut 300 Kilometer langen Coast to Coast Walk von der Irischen See an die Nordsee liegt direkt vor dem Campingplatz. Im Durchschnitt wird sie in 16 Tagen à 19 km begangen (ein ambitionierter Läufer schaffte es 2021 in nicht ganz 40 Stunden, hat aber zur Strafe nichts von der schönen Gegend mitbekommen).

Auch dieses deutsche Paar macht sich hier auf den Weg.
Es gehört zum Ritual, dass man sich die Schuhsohlen in der Irischen See benetzt vor dem Start. Ausserdem trägt jeder Wanderer einen kleinen Stein vom Strand in St. Bees mit sich und deponiert ihn am Ziel in der Robin Hood Bay.

Winzige Wanderer rechts oben auf dem Berg am Anfang ihrer Odyssee…

Ich machte es mir inzwischen gemütlich, plauderte mit Möwen am Strand..

..oder mit einer ganzen Familie auf dem Dach – und genoss zwischendurch ein Soft Ice vom mobilen Stand oberhalb vom Strand.

Dann machte ich mich auf den Weg.

Ein paar Unterwegs-Bilder, da ich die Strasse oft ganz für mich allein hatte.


Der Fotograf Bruno hatte mir das mit den Blick-Leitlinien erklärt, und nun verstehe ich erst so richtig, was er damit gemeint hatte: dieses Bild hat mir gefallen, weil die Steinkirche so schön in die grüne Hügel-Landschaft rechts eingebettet ist. Nun wandert aber der Blick mit der Strasse links um die Ecke und aus dem Bild – und man beachtet die Berge gar nie wirklich. Interessant, nicht ? Hmm..


22.6.2026 Camping Farletonview Fisheries, Milnthorpe. Schön !
Leider ist das Café nur von Don-Son offen, und da heute Montag ist.. Andrerseits trifft sich das gut: ich habe nämlich noch Mozzarella, der letzte Woche abgelaufen ist, und Tomaten, die täglich matschiger werden (schon deshalb hätte ich das Café – und mich – gerne berücksichtigt..).

Rings um den See sitzen immer wieder ruhevolle Fischer. Hier dürfen sie die Fische behalten im Gegensatz zu anderswo, wo es nur um den grössten Fang geht und das arme Viech nach dem Siegerfoto traumatisiert zurück ins Wasser geworfen wird.

Auch eine Schwanenfamilie hat sich eine Bleibe eingerichtet am See.

Dass das hier auch ein Bauernhof ist, erkennt man unschwer an den Profi-Gerätschaften, mit welchen Simon zugange war..

..und natürlich an seinen vielen Schafen auf der anderen Strassenseite.. 😊

24.6.2026 Oakwood Farm Mews, Chester
Ein typischer Stadtcamping: sehr ordentlich, sauber, ziemlich schattenfrei – und direkt neben einer lauten Schnellstrasse. Für einen Einkauf spaziert man durch zwei vielbefahrene Verkehrskreisel und sprintet bei einer kurzen Autopause über die Strasse zur Tankstelle mit Shop..

Am Ankunftstag reichte es noch für einen Toast mit Kaffee hier, und dann hat mich der Sommer eingeholt !
Das Café bleibt am 25. Juni geschlossen ! Aus Hitzegründen ! 29°C !
Die Engländer – und ich ! – fanden das so heiss, dass wir uns nicht mehr bewegten.
In Bordeaux herrschten zur gleichen Zeit 40°C, und in der Schweiz an vielen Orten 35°C. Unglaublich !
Die Stadtbesichtigung habe ich spontan verschoben auf ein anderes Mal, denn dafür müsste ich erst zur Bushaltestelle laufen, und das geht heute gar nicht..

Ich habe die klimatisierte Fahrt genossen und meinen städtischen Vollsonnenplatz gegen diesen lauschigen im Schatten eines grossen Ahorns eingetauscht in Dwygyfylchi ! Doch, doch, der Ort heisst wirklich so – die sind anders, die Herrschaften von Wales und ihr Welsh…
Alternativ wäre ich nach Macchynlleth gereist, was die Sache auch nicht besser gemacht hätte..

Habt ihr gewusst, dass Vögel in der Hitze hecheln wie Hunde ?
Ich dachte, das arme Ding hätte sich an meinem Brotstückchen verschluckt und sei am Ersticken, habe aber vor dem Heimlich-Rettungseinsatz vorsichtshalber das Internet konsultiert – und das mit dem Hecheln leuchtet ein bei den vielen Federn, die das Schwitzen verhindern. Ja, dann.. 😊


Dieser Platz ist auch sehr beliebt bei Kletterern, und wenn man (rechts) scharf durchs Gebüsch späht, erhascht man hin und wieder sogar ein Eckchen der im Platzbeschrieb versprochenen Sea View – gleich jenseits der vierspurigen Hauptstrasse.. Wenn man vom Platz aus zum Ufer möchte, muss man lediglich einen kleinen Kilometer lang dieser Strasse folgen, um dann über eine Metallbrücke zu klettern.. 😊

Also gut: von der Restaurantterrasse aus sieht man das Meer recht gut – an den dicht an dicht gepackten Bungalows vorbei, die ebenfalls zum Campingplatz gehören.

Auf dem Platz gibt es auch jede Menge Eichhörnchen, und die sind sich so gewöhnt an den Trubel hier, dass sie einen meistens ignorieren.

Da ich den Platz um 10 Uhr verlassen musste, besuchte ich diesen hübschen Leuchtturm um die Ecke

40 Minuten entfernt, um genau zu sein: von Dwygyfylchi bei Conwy bis zum Penmon Point um die Bucht herum

Erst kassierte die Dame neben dem Gebäude aber noch 7.50 GBP von mir und informierte mich, dass ich auch gerne über Nacht beim Leuchtturm bleiben dürfe. (das Paar links hinter meinem Auto fotografierte inzwischen mein unglaublich rostig gewordenes Velo auf dem Träger… 😊)


Nein, ich glaube nicht, dass ich mich hier dazustellen möchte.. 😊


Ich habe mir beim Verlassen des schönen Leuchtturm-Parks die Kirche beim Parkeingang angesehen..

..und mich amüsiert über diese Information auf der Innenseite der Kirchentüre: «Wir haben Probleme mit den Vögeln, die in die Kirche gelangen und eine Sauerei hinterlassen, ganz abgesehen vom Stress, sie zu überzeugen, die Kirche zu verlassen..». Ich habe die Türe weisungsgemäss geschlossen !






Eine beliebte Anweisung, welche auch der Camping Black Rock Sands in Porthmadog neben dem freundlichen Wales-Drachen am Eingang angebracht hat.


Hier wird noch ’so richtig gecampt‘: Alte Wohnwagen, Rostlauben und viele Zeltbewohner, und alle stehen durcheinander auf der Wiese, wo und wie sie wollen. Herrlich !



Etwas schockiert war ich allerdings, als ich dasselbe Prinzip am Strand entdeckte ! Der breite Strand füllt sich scheinbar an jedem schönen Wochenende mit Autos, Wohnmobilen – und natürlich mit Möwen.. 😊

Dieser Herr hat den Fehler gemacht, die Möwen zu füttern. Das hat er nun davon: seinen persönlichen Hitchcock-Moment 😊

Hier sind sie, die ‘Black Rock’ Felsen oberhalb vom Strand, die dem Platz den Namen gaben.



Nach dem Strandspaziergang: Wir haben hier eine offene Bar und ein Gartenrestaurant auf dem Platz – juhui !

Der lokale Pizzaiolo (mit Wales-Akzent) hat ganze Arbeit geleistet am Samstag, und Chefin Emma hat heute mindestens 40 der Dinger belegt und verkauft.

Letzte Nacht hat es plötzlich heftig geregnet, und heute Morgen um 9 Uhr hatten wir 15 °C und eine kräftige, kalte Bise.
Emma hatte gesagt, dass sich der Campingplatz hier und am Strand ziemlich leeren würde am späteren Sonntag Nachmittag.
Das will ich sehen ! Ich bleibe deshalb eine zweite Nacht – wobei mir ja jede Ausrede recht ist zum faul Herumhängen.. 😊

Ich wünsche euch allen einen angenehmen Sonntag im kühlen Schatten eines Baumes und mit einem Zuber Glacé im Arm !

Die juheee bin ich, die Annemarie aus Bayern (kein Adelstitel)…weisst eh, wir haben uns in Bulgarien am Campground getroffen 😉
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Ja, klar weiss ich noch, wer du bist (so halb..😊). Du warst mit Pickup unterwegs und hast eine 27-Seen-Wanderung gemacht an dem Tag, als ich die Bäume auf dem Campingplatz bewunderte.. Vielleicht waren es auch nur oder 15 Seen..).
Schön, von dir zu lesen ❣️😃
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27 Seen 🤣🤣🤣…soviel gibt’s in ganz Bulgarien nicht. 7…Rosa, es waren 7 🌊
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