Englisches Wetter = verordnetes Nichtstun…..😊Little Budworth, 2x Garstang und ein wenig Schottland

Little Budworth, Cheshire, Shays Farm Camping
Hier sieht man es gut: das war einst ein Feld wie viele andere hier, und nun lĂ€uft das GeschĂ€ft fĂŒr den Bauern, der seinen Traktor gegen einen RasenmĂ€her eingetauscht hat. In dieser Talsenke auf dem grosszĂŒgigen, sehr sauberen Platz regiert der junge, humorvolle Manager Sam.
 
Hier habe ich bei bestem Wetter mein WĂ€scheproblem gelöst dank der Profi-Waschmaschine – und danach genoss ich ein Soft Ice vom bimmelnd auf den Platz gefahrenen GlacĂ©-Wagen.

Wir waren weit weniger Wohnmobile als auf dem Drohnenbild, und an diesem Teich fischten gestern ein Junge und sein Vater. Friedlich hier.

Das ist der ‘Glamping’ Teil des Platzes mit inzwischen fĂŒnf Bungalows.

Die Touri-Infos vor Ort empfahlen mir die historische Stadt Chester mit ihrer Burg oder einen Besuch der nahen StĂ€dte Liverpool und Manchester.  
Da es nach meinem sonnigen Waschtag jedoch wieder richtig kalt regnete, tat ich weder das Eine noch das Andere (ich war nicht einmal im Dorf
) und las stattdessen ein wenig im warmen Auto, ehe ich weiterzog.

Garstang, Lancashire, Gibons Barn Caravan Park

Falsche Wahl. He nu, es kann nicht immer perfekt sein
 Hier gefiel es mir ĂŒberhaupt nicht. Ich stehe zwar öfter mit nur ein paar Dauercampern zusammen auf einer grossen Wiese, und ich habe schon andere schmuddelige Toiletten erlebt – hier lag aber eine unerklĂ€rbar dĂŒstere Stimmung ĂŒber allem.   

Das einzige Highlight war dieses Schild rechts am etwas verwahrlosten Dauercamperplatz meiner Nachbarin mit ihren drei grossen Hunden. Gesagt steht hier «Gratis Wein und Likör»; beim Lesen wird es dann zu ‘Gratis winseln und lecken’.. 😊 

Hier gab es keine ‘Gegend’ zum Spazieren, und die paar hundert Meter ins Dorf fĂŒhren an einer engen, vielbefahrenen Strasse entlang. Ich habe meine eine Nacht dort bezahlt und mitgeteilt, dass ich weiterreise.  

Was ich nicht sagte, war, dass ich einen Kilometer weiter in den Marina Caravan Park umziehen wĂŒrde. Mal sehen, ob das etwas bringt !

Immer noch Garstang (zweiter Versuch): Bridge House Marina

Und ob das etwas gebracht hat ! Es ist wunderbar hier !
Eine ganz andere Stimmung â€“ sogar bei gleichem Wetter !

Die Marina-Werft gleich neben dem Camping. Hier wurde tagsĂŒber gearbeitet.

Zu meiner Überraschung war im ramponiertesten Boot ganz links eine Frau am Kochen, als ich daran vorbei spazierte.
Ihr Ehemann begutachtete derweil den Reparatur-Status und meinte, dass das hier wohl noch eine Weile dauern wĂŒrde.. Jaaa, den Eindruck hatte ich auch..    

Mit diesem MonstergefÀhrt rechts werden die Boote am Restaurant vorbei zur Werftecke transportiert. ..

..oder bei erfolgreichem Verkauf vor der Werft auf den Lastwagen geladen, der es zu den neuen Besitzern fĂ€hrt.   

Ein SchlĂ€friger Drachen
 😊

..und ein Tag, der schon lĂ€nger nicht mehr gepackt wurde. Ein gepackter Putzlappen wĂ€re sowieso dienlicher.. 😊

Garstang City: Weizengarbe – ein hĂŒbscher Name fĂŒr ein Restaurant !

Sehr gut gegessen habe ich auch in der ‘Glockenblume’. (die mögen offenbar die Botanik in dieser Gegend..)

Auch hier gibt es freche Tauben, die einen herausfordernd mustern statt zu fliehen..  

3. Juni 2026. Eben: Englisches Wetter..
Eigentlich wollte ich heute nochmals ins StĂ€dtchen, aber es regnete wie aus KĂŒbeln wie schon die halbe Nacht, und heftige Windböen zerzausten die Frisur der Trauerweide vor meinem Auto. Hier wĂ€re ich gerne noch etwas geblieben (fĂŒr die Boot-Shows vor Ort und wegen dem Restaurant), aber leider ist der Platz ab morgen Mittag ausgebucht.

Schottland, Dumfries, Newbridge Country Park

4. Juni 2026. Und so kam es, dass ich nach Schottland fuhr, ins Land des Auld Lang Syne – und nun die HĂŒgel hier bewundere..

..und die Spazierwege neben dem Newbridge Country Park.

WĂ€hrend den vier Tagen, die ich hier verbracht habe, waren nebst mir einmal drei Zelte auf dem Platz fĂŒr eine Nacht – und einmal stand mir ein Wohnmobil gegenĂŒber..

Das hollĂ€ndische Paar in diesem Zelt neben mir waren 73 bzw 65 Jahre alt; die Beiden reisen seit ĂŒber 30 Jahren jeden Sommer mit ihren (nicht motorisierten !) Bikes von Holland aus in die NachbarlĂ€nder und ĂŒber alle Berge und ĂŒbernachten immer im Zelt.
Sie kannten deshalb die Schweizer Geografie deutlich besser als ich (wobei DAS nun wirklich kein KunststĂŒck ist..)..😊. Heute Morgen reisten sie mit dem noch nassen Zelt ab bei Nieselregen – und sie haben mir schon etwas leid getan.   

Ich habe den schottischen Platz-Manager Phil gefragt, ob man den Namen ‘Dumfries’ ausspricht wie Dumb Fries, also doofe Fritten.
He ja, bei schottischen Namen ist deren Aussprache ĂŒberhaupt nicht selbstverstĂ€ndlich !
Den Ort ‘Kirkcudbright’ zum Beispiel spricht man so aus: Kö’kuubri, und Milngavie wird zu ‘Milgai im GesprĂ€ch. Und nein, Dumfries sind keine Fritten, der Ort wird einfach nur ‘Damfriis ausgesprochen. Ok, etwas gelernt… 😊  

Durch diese ‘Bungalow- Hauptstrasse’ kommt man auf den Campingplatz von der Strasse oben.
Hier kaufen sich vor allem Pensionierte einen Bungalow und bezahlen danach einen monatlichen Unterhalts-Beitrag fĂŒr Standplatz, RasenmĂ€hen und Abfallbeseitigung – also dasselbe Konzept wie auf dem Camping in Dover. Ich glaube nicht, dass wir dieses in der Schweiz kennen – oder doch ? Die Idee finde ich jedenfalls grossartig !

43 Bungalows (links) und 15 Camper-PlÀtze sind im Angebot.
Ich stehe auf der Nummer 1, weil von hier aus das Wlan gut funktioniert.
Ins GesprÀch kommt man mit den Bungalow-Bewohnern, weil viele von ihnen einen Hund haben und durch den WoMo-Platz Richtung grosse Wiese ausserhalb spazieren.

Heute kamen zum Beispiel Moira und ihr Little Bear bei mir vorbei auf dem Heimweg. Die 75-JĂ€hrige wohnt erst seit Oktober 2025 hier und hofft, nie mehr umziehen zu mĂŒssen, denn es gefĂ€llt ihr richtig gut in der Gemeinschaft. HĂŒft- und Kniegelenkersatz-Operationen im letzten Jahr machten es ihr unmöglich, in ihrem grossen Haus mit den steilen Treppen zu bleiben.

Auf nach Dumfries ! Wenn man den Fluss Nith ĂŒberquert hat


..ist man schon beinahe mitten im StÀdtchen.

Hinten die protestantische Saint George’s Church, und davor die Statue des schottischen Nationaldichters Robert ‘Rabbie’ Burns. Er wurde 1759 gut 70 km entfernt von hier geboren, starb aber immerhin in Dumfries im Jahr 1796.

Besser bekannt als der Mann selber ist – eben ! – sein Lied ‘Auld Lang Syne’, welches traditionellerweise zum neuen Jahr gesungen wird. Der Titel bedeutet sinngemĂ€ss ‘Gute alte Zeiten’ und erinnert nostalgisch an Vergangenes und daran, nicht zu vergessen.

7. Juni 2026. Morgen geht es fĂŒr mich in Richtung Edinburgh weiter.
Ob ich die Stadt zu sehen bekomme, hÀngt nicht zuletzt vom Wetter ab

😊

Habt einen gemĂŒtlichen Sonntag Abend und morgen einen optimistischen Start in eine herrlich sonnige Woche !

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