Ich habe das Gas, das ich in meiner Camper-Garage aufgeladen bekam, noch nicht angerührt, denn bisher lief es sehr gut mit dem Kochen auf der elektrischen Herdplatte, die ich bei Fust gekauft habe. Und meine kleine Würfelheizung funktioniert tadellos. Hier in Sorrento habe ich normalerweise auswärts gegessen, da ich aber morgen weiterfahre, wollte ich die leicht angetrockneten Tomätli im Kühlschrank noch verwerten. Mein super einfaches Rezept dazu möchte ich euch keinesfalls vorenthalten.

Zubereitungszeit: plus/minus 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: super einfach (eigentlich), zwischendurch etwas anstrengend..
Zutaten: eine Handvoll Penne, 2 Esslöffel Frischkäse mit Kräutern, etwas Milch, 1 Zwiebel gehackt, Salz, Pfeffer, ein paar kleingeschnittene Tomätli (Datterini sind besonders geeignet), 2 Esslöffel geriebener Grano Padano
- Man setze die Pfanne auf die Elektroplatte, giesse 4 cm Wasser hinein und schalte die Platte ein auf der höchsten Stufe 5 – und gleich wieder aus, weil es die Sicherung rausgehauen hat.
- Gang zum Elektropfosten, Sicherung wieder hochkippen
- Im Auto nun die Elektroheizung und das Staubsaugerchen, das am Aufladen ist, ausschalten, Platte wieder einschalten auf Stufe 5 (ist ja schliesslich ein schnelles Gericht)
- Wiederhole den Sicherungskasten-Gang
- Alles ausschalten, was auch nur vage an Elektrizität, Feuer oder Funken erinnert (Lampen, Handy, Feuerzeuge, Taschenlampe), Herdplatte nun auf Stellung 2.5 von 5
- Sicherung hält. Na also. Zwiebel kleinschneiden, Tomätchen würfeln, drei bis vier Kapitel eines spannenden Buches lesen
- Nun steigt bereits ein kleines Räuchlein auf über dem Wasser ? Hurra ! Penne und einen Löffel Salz dazugeben, gut umrühren (keine Sorge: das Salz löst sich auf, sobald das Wasser etwas wärmer wird..)
- Kleine Runde um den Platz drehen, ein paar Fotos vom Vesuv machen, mit der Katze spielen
- Penne umrühren (inzwischen ist das Wasser schon ein wenig wärmer als der Finger, den man probehalber hinein stippt – das kommt gut !).
- Vielleicht liegt sogar Stellung 3 drin ? Nein, doch nicht. Herd abstellen, Sicherung hochkippen, Stellung 2.5 reicht ja auch völlig aus.
- Wohnung staubsaugen, Kleider im Kasten nach Farben sortieren
- Penne sind sehr al dente, also genau richtig ! Ins Lochbecken abgiessen und beiseite stellen.
- In dieselbe Pfanne etwas Olivenöl und eine gehackte Zwiebel geben
- Besuch an der Reception – kleine Plauderei mit der Platzbetreiberin. Morgen geht’s weiter, da kann ich ja auch gleich die Rechnung bezahlen. Das waren dann neun Nächte auf diesem Platz ! Himmel, wie die Zeit vergeht !
- Die Zwiebeln sind unten ein klein wenig hellgelb geworden ? Perfekt ! Nun kommen zwei Esslöffel Frischkäse mit Kräutern und ein Schlückchen Milch dazu.
- Salat schneiden, würzen, mit Essig und Öl beträufeln. Getränkeflasche für morgen mit frischem Wasser auffüllen an der Abwaschstation (dort gibt’s immer Trinkwasser), Vitamintablette einnehmen, Augenbrauen zupfen
- Aha ! Der Frischkäse hat sich schon beinahe aufgelöst ! Tomatenstücke dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen
- Lebensmittelkasten aufräumen – aha ! Hier sind sie ja, die Vanillestängel, die ich kürzlich gesucht hatte ! Schön !
- Die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen, die inzwischen eiskalt gewordenen Penne zur Sauce geben, alles gut umrühren.
- Im Campingplatz-Führer blättern und die nächsten fünf möglichen Ziele recherchieren, dann den Reibkäse zu den Penne geben (er hilft, die noch nicht ganz sämige Sauce zu binden..)
- Den inzwischen leicht schlabbrigen Salat auf die eine Tellerhälfte schieben, eine schöne Portion der Penne auf die andere Hälfte geben, dabei ein paar der Tomatenstücke oben drauf setzen als Garnitur, frisch gemahlener Pfeffer darüber – und hey presto – fertig ist das schnelle, feine Gericht !
Mmmhm ! Ist das feiiiiin !
(es ist übrigens sowieso besser für die Gesundheit, wenn man das Essen eher lauwarm geniesst..)
